Wo bleibt der Frühling?

Frühling

Als ich am Freitagabend aus dem Fenster geschaut habe, waren sämtliche Hintergärten in eine leichte, weiße Schneedecke gehüllt. Ich hatte mal nicht gemerkt, dass es angefangen hatte zu schneien.  Alles war ganz und gar friedlich. Man konnte hören, wie der Schnee still und heimlich herabrieselte. Wäre es nicht schon so spät gewesen (und ich nicht so faul) hätte ich mir gatt nochmal Schuhe und Mantel angezogen und wäre spazieren gegangen. Am nächsten Tag musste ich das zweite Mal in diesem Winter den Schnee von meinem Auto schieben.

Es war einer der wenigen Momente in dieser Saison, dass der Winter sich in dieser Region wirklich wie Winter angefühlt hat. Zumindest so, wie ich ihn mir immer in meiner kleinen, idealen Welt vorstelle: kalt, sonnig und voller Schnee. Die ganzen Tage davor war es einfach nur klirrend kalt und windig gewesen. Wirkliche Stimmung konnte da nicht aufkommen. Doch in der letzten Zeit schlichen sich ganz zarte Veränderungen in das Wetter ein. Trotz der Kälte und trotz des Schnees. Es war die Art, wie das Licht manchmal fiel und wie die Luft sich anfühlte und auf einmal spürte ich es ganz genau:

Der Frühling kommt.

Besonders an den Tagen, an denen keine Wolke am Himmel zu sehen ist. Die Sonne scheint und die Luft ist herrlich klar. Morgens hört man wieder die Vögel zwitschern und wenn ich um 18 Uhr herum das Büro verlasse, ist es noch nicht dunkel. Alles deutet darauf hin, dass der Winter sich allmählich seiner wohlverdienten Pause nähert.

Und ich muss an dieser Stelle ehrlich sein: Obwohl ich ihn eigentlich ganz gerne mag, freue ich mich gerade richtig auf den Frühling. Jedes Jahr, wenn man schon regelrecht zittrig vor Vitamin-D-Mangel wird, überkommt mich eine kleine Welle der Euphorie, sobald diese Übergangszeit beginnt. Zuerst lässt man die Handschuhe oder die Mütze weg. Dann darf der Schal zu Hause bleiben. Irgendwann wird auch die Jacke leichter.

Man hat wieder mehr Elan, um auch Abends noch etwas zu unternehmen und verkriecht sich nicht gleich im Pyjama auf das Sofa. Ich persönlich, fange ja auch schon wieder damit an, meinen Balkon mental neu zu bepflanzen. Mit jedem Tag fühlt es sich so an, als würde eine neue Sache dazukommen, auf die ich mich freuen kann. Das Leben wird wieder ein wenig leichter.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich finde, der Winter hat uns jetzt lange genug mit seiner Anwesenheit beehrt. So langsam wird es Zeit für einen Stimmungswechsel.

Den werde ich am Mittwoch gebührend einleiten, wenn ich zuerst nach New York fliege, wo es wahrscheinlich ebenfalls erstmal knackekalt sein wird. Aber dann geht es für ein paar Tage in das sonnige Orlando. Sonnenschutzmittel und Disney World lassen grüßen. In dieser Zeit werde ich, wenn überhaupt, kaum Zeit zum Schreiben haben.

Habt also Geduld mit mir. Spätestens wenn ich wieder zurück bin, werde ich mit Sicherheit viele interessante Geschichten zu erzählen haben.

 

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