Was bedeutet „A Phalerate Mind“?

Bedeutung

„A Phalerate Mind“, auf Deutsch „ein reich verzierter Geist“ – wer denkt sich so einen Quatsch aus? Ich natürlich! Heute geht es um die Frage, die sich bis jetzt vermutlich kaum einer gestellt hat und die ich trotzdem beantworten werde: Wie ist der Blog zu seinem Namen gekommen?

Dafür sollte man zunächst folgendes wissen: das Wort „phalerate“ kommt – wer hätte es gedach – aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „reich verziert“ oder „dekoriert“. Es ist ein mittlerweile ausgestorbener Begriff aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, den ich vor vielen, vielen Monaten aufgeschnappt habe.

In meiner Wohnung liegt ein Notizbuch, in dem ich Zitate und auch ungewöhnliche Worte sammle, wenn sie mir über den Weg laufen. Eines Tages stieß ich per Zufall auf „phalerate“ und es ist einfach hängen geblieben. Es klingt für mich wie ein Wort, das glatt aus Oscar Wildes Feder hätte stammen können, denn es hört sich überbordend und blumig an, passend zu seiner Bedeutung. Wenn ich es höre, denke ich an feine Aristokraten in noch feineren Outfits, die im Kerzenschein geistreiche Gespräche führen. Gleichzeitig hat es aus moderner Sicht einen herrlich antiquierten Klang.

Da ist mich sehr für vergangene Zeiten interessiere und in manchen Dingen ein wenig altmodisch bin, ist das für mich eine absolut positive Eigenschaft. Es steht für vergangene Welten und Zeiten, für die ich beinahe nostalgische Gefühle hege, obwohl ich sie selbst nie miterlebt habe. Es drückt sozusagen meine Vorliebe für Geschichte und schöne Wörter aus.

Das Wort „mind“, also „Geist“ oder „Seele“, erklärt sich im Grunde von selbst. Für mich persönlich steht es vor allem für das, was sich hinter den Kulissen, außerhalb der körperlichen Ebene abspielt und was nicht jeder zu sehen bekommt – das Geistige und das Emotionale. Zusammengefasst stehen diese beide Wörter einfach gesagt dafür, dass in meinem Kopf ständig irgendwas los ist. Ich bin eine notorische Tagträumerin, habe eigentlich immer irgendwas zu grübeln, auch wenn man es mir nicht ansieht. Es ist ständig etwas los, häufig vollkommen durcheinander und unzusammenhängend. Manchmal drehen sich meine Gedanken aber auch einfach nur im Kreis.

Aber so geht es ja auch auf diesem Blog zu. Er ist fast wie eine Art Braindump, auf dem ich mein Gedanken ordnen und loswerden kann, also ein Spiegel dessen, was mir aktuell durch den Kopf geht. Und das kann wirklich alles sein. Da kann es schon mal vorkommen, dass nicht alles zusammenpasst.

Natürlich versuche ich hier irgendwie eine Linie mit meinem Content zu finden, doch ich glaube auch, dass ich hier nur authentisch sein kann, wenn ich auch das wiedergebe, was mich wirklich beschäftigt. Dann ist es egal, ob ein Thema gerade in aller Munde ist und mir deshalb mehr Traffic ermöglichen würde. Wenn es mich nicht interessiert, weil mich gerade ganz andere Themen nachts wach halten, dann bringt es mir auch nichts darüber zu schreiben.

So nehme ich es lieber im Kauf, auch mal über Dinge zu reden, die weniger Leute interessieren. Nur so kann ich ehrlich sagen, was ich denke und meine authentische Sicht der Dinge bieten. Denn das ist etwas, das in der heutigen Zeit, was gerade heute in den Medien, wo Meinungen leicht erkauft werden können, häufig zu kurz kommt.

Das hier soll jetzt nicht in einen Rant über unsere Medienlandschaft ausarten, aber ich hoffe, dass ich hiermit die eine oder andere stille Frage beantworten konnte. „A Phalerate Mind“ war kein Titel für den ich lange überlegen musste. Er war einfach schon immer irgendwie da, in meinem kleinen, überfüllten Kopf.

Fuck the essence.

titel

Der Titel ist der entscheidende Teil eines jeden Projektes. Es ist egal, ob es eine Hausarbeit für die Uni, ein Film oder ein Bild ist; ohne einen guten Titel geht nichts. Kurz und prägnant sollte er im besten Fall sein. Immerhin erregt er die Aufmerksamkeit der Menschen. Immerhin klingt „Breakfast at Tiffany’s“ um einiges schöner an, als „mittelmäßiger Schriftsteller verliebt sich in bindungsunfähiges Party-Girl“. Und wer hätte sich schon „Männer in bunten Anzügen bekämpfen das Böse in liebevoll gestalteter CGI-Landschaft“ angesehen, wenn er sich doch „Guardians of the Galaxy“ oder „The Dark Knight“ ansehen kann?

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